Was machen in Quito? Meine TOP 5!

Über die Gründung der Stadt Quito

Quito - die Hauptstadt Ecuadors. Gelegen im Guayllabamba-Becken mitten in den Anden und höchstgelegene Hauptstadt der Welt (auf 2.850 m).

Der Legende nach wurde die Stadt Quito vom Häuptling Quitumbe gegründet: er und seine Frau Llira überlebten als einzige eine schreckliche Sintflut, indem sie sich auf den Pichincha, den Hausberg von Quito, retteten. Nachdem sich das Wasser zurückgezogen hatte, wurden sie die Stammeseltern der Quitu-Kultur. 

Tatsächlich existierten im 14. und 15. Jahrhundert im Guayllabamba-Becken mehrere Siedlungen mit lokalen Häuptlingen. Im Bereich der heutigen Plaza San Francisco direkt in der Altstadt von Quito traf man sich, denn dort befand sich ein dauerhafter Markt. Vermutlich in der Mitte des 15. Jahrhunderts begannen die Inka mit der Eroberung der Ebene um Quito, was um 1480 auch gelang. Etwa 50 Jahre später wurde das Andenhochland schließlich von den Spaniern erobert. 1534 wurde in den Resten des alten Quito die Stadt San Francisco de Quito gegründet.

… so much to see, so little time …

Doch was tun, in dieser geschichtsträchtigen Stadt?

Hier meine persönlichen TOP 5, die ihr trotz Zeitmangels auf keinen Fall verpassen solltet:

1. Ein Bummel durch die Altstadt

Quito besitzt eine gut erhaltene Altstadt mit zahlreichen bedeutenden Bauten im Stil des kolonialen Barock. Nicht ohne Grund wurde Alt-Quito als erste Stadt überhaupt 1978 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.

Jeder Spaziergang durch die Altstadt beginnt auf dem Plaza de la Independencia, dem wichtigsten Platz in Quito mit Rathaus und Regierungspalast. Noch eindrucksvoller erschien mir persönlich aber der Plaza de San Francisco. Hier findet sich auch die größte Kirche der Stadt - gebaut direkt über den Resten eines Inka-Tempels. 

 

Plaza de la Independencia

Plaza de la Independencia

Quito Museum / Casa del Alabado
Quito Museum / Casa del Alabado

2. Ein Besuch im Museum

Wer Einblicke in die Lebenswelt der indigenen Kulturen bekommen möchte, der ist in Quito genau richtig!

Eines der vielen sehenswerten Museen der Stadt ist das Museo Nacional de Banco Central del Ecuador. Das Haus zeigt die umfangreichste Kunstsammlung Ecuadors, wobei besonders die Kunstgegenstände der präkolumbischen Zeit als Highlight gelten.

Für mich darf es aber auch gerne eine Nummer kleiner sein, und ich war mit meiner "Museumswahl" sehr zufrieden: Die Casa del Alabado zeigt die Exponate präkolumbischer Kunst nicht chronologisch, sondern thematisch geordnet in acht Räumen, die verschiedene Aspekte des Lebens beleuchten. So widmet sich ein Raum der Religion, ein anderer dem Verhältnis zur Natur, usw.

Wer mag, kann die ästhetischen Exponate einfach auf sich wirken lassen; wer tiefer in die Materie eintauchen möchte, kann sich den kostenlosen (englischen) Audioguide ausleihen. Eine absolute Empfehlung von mir!

3. Eine Fahrt mit dem TeleferiQo

Seit 2005 führt eine Luftseilbahn, der TeleférQo (von teleférico und Quito), auf der Ostseite des Vulkans Pichinch hinauf in etwa 4.100 m Höhe. Von dort aus hat der Besucher einen atemberaubenden Ausblick auf das Guayllabamba-Becken in dem die Stadt Quito liegt und die umliegenden Berge. Wenn man möchte - und es die Kondition trotz der Höhe zulässt - kann man den Rucu Pichincha besteigen und somit auf den Spuren von Alexander von Humboldt wandeln, der 1802 verschiedene Messungen auf dem Gipfel durchführte.

teleferico quito / ecuador
Botanischer Garten Quito / Ecuador

4. Luft holen im Botanischen Garten

Na, wen überrascht es, dass es bei mir der Botanische Garten von Quito unter die TOP 5 schafft? Hier in der Neustadt kann man sich vom Trubel der südamerikanischen Großstadt erholen, durchatmen und dabei die vielfältige Pflanzenwelt Ecuadors bestaunen. Hier gibt es über 1.000 Orchideenarten zu bewundern! Für jeden Pflanzenfan ein absolutes Muss. Und mit ein bisschen Glück erhascht man sogar einen Blick auf einen der Kolibris, die es sich dort gut gehen lassen ...

 

5. Quito moderno

Absolutes Kontrastprogramm! Hier liegen nämlich nicht nur zahlreiche Museen und der oben genannte botanische Garten. Quito moderno ist ein Shopping-, Party- und Essensparadies!

Und ja, Hippster gibt es auch in Quito!

Zum Glück, möchte man sagen, denn mit ihnen kommen ... vegane Essenslokalitäten! Und das erfreut tatsächlich zahlreiche Südamerikareisende, die länger vor Ort unterwegs sind - Fleischesser hin oder her ... 🙂

 

… einige Extra-Tipps …

Und hier noch einige Tipps, die wir von Einheimischen bekommen haben; aufgrund des Zeitmangels konnten wir aber leider nicht alle davon testen:

Wer in Ecuador einen Ausflug plant, der ist in Quito schon mal richtig. Hier kann man - vergleichen und verhandeln natürlich vorausgesetzt - durchaus gute Preise für alle Ausflüge in und um Quito - aber auch nach Galapagos - bekommen!

mögliche Ausflugsziele:

  • Ein möglicher Ausflug führt zum Vulkan Cotopaxi (5.897 m), 50 km entfernt von Quito.

  • Samstags findet in der Kleinstadt Otavalo der größte Markt für einheimische Handwerkskunst statt; von Quito fahren regelmäßig Busse zum Markt.

  • Ebenfalls mit dem Bus geht es von Quito aus in etwa 40 Minuten zur Äquatorlinie! Dort erwarten den Besucher in der Mitte der Welt ("La Mitad del Mundo") ein Denkmal und ein Museum etwa 240 m vom Denkmal entfernt (hier befindet sich die eigentliche Linie, da wurde nochmal nachgerechnet).

  • Vogelfreunde aufgepasst: Im Districto Metropolitano de Quito, quasi im Speckgürtel von Quito, findet sich das Yanacocha-Reservat, in dem alleine 50 Kolibriarten leben! Insgesamt sind dort über 500 verschiedene Vogelarten heimisch.

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Vielen Dank!

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