Tsunamiwarnung auf Galapagos

Eine unruhige Nacht liegt hinter uns … das Erdbeben in Ecuador beschäftigt uns sehr. Laut Tagesschau.de sind bei dem Erdbeben der Stärke 7,8 deutlich mehr Menschen ums Leben gekommen, als bislang angenommen und es wird befürchtet, dass die Opferzahlen weiter steigen. Die Erschütterung des Bebens war noch in der rund 170 Kilometer entfernten Hauptstadt Quito zu spüren – es handelt sich um das stärkste Erdbeben in dem südamerikanischen Land seit 1979.

Dabei began der gestrige Abend für uns fast normal. Wir waren bei Freunden zum Essen eingeladen und wollten noch einen Wein einkaufen. Doch der Geldautomat gab nichts heraus – wir waren ratlos. Wie wir später erfahren haben, ist die Internetverbindung teilweise zusammengebrochen. Also ging es ohne Mitbringsel weiter. Die Freunde wohnen direkt gegenüber des Hafens auf einer Landzunge und wir mussten mit den Wassertaxi übersetzen. Dort angekommen wurde uns sofort von dem Erdbeben berichtet, dass sich soeben ereignet hatte. Wir hatten gerade den Tisch gedeckt, als immer mehr Schiffe den Hafen von Puerto Ayora verließen. Aus dem Radio erfuhren wir, dass der nationale Katastrophenfall ausgerufen wurde und das Pazifische Tsunami-Warnzentrum teilte mit, gefährliche Tsunami-Wellen seien an einigen Küstengebieten möglich. Auch für Galapagos wurde eine Tsunamiwarnung ausgesprochen. Schnell räumten wir alles zusammen und riefen ein Wassertaxi, um zum Hafen zurück zu fahren. Damit fühlten wir uns wohler, denn von dort aus kommt man leichter in die höher gelegenen Gebiete der Insel. Am Hafen angekommen, nahm meine Anspannung deutlich ab. Wir gingen noch kurz in eine Bar, in der die aktuellen Nachrichten im Fernsehen ausgestrahlt wurden. Die Bar wurde jedoch gegen 22 Uhr als Vorsichtsmaßnahme von der Polizei geräumt. Da das Haus, in dem wir gerade wohnen, höher liegt, fühlten wir uns sicher. Uns wurde auch erklärt, wie wir uns im Notfall zu verhalten haben, denn es gibt eine Sirene und Sammelplätze, an denen man sich trifft. Die Nacht blieb hier aber alles ruhig. Unsere Gedanken sind jetzt bei den vom Erdbeben betroffenen Ecuadorianern und deren Familien.

Ecuador liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring. Dort stoßen gleich mehrere Kontinentalplatten und ozeanische Platten aneinander. Diese sind ständig in Bewegung, weshalb Erdbeben nicht selten sind.

1 Comment on “Tsunamiwarnung auf Galapagos

  1. Gott sei Dank ist Euch nichts passiert. Schlimm genug für die Betroffenen auf dem Festland, denen unser Mitgefühl gilt. Passt gut auf Euch auf! Hoffentlich können die zuständigen Stellen schnell Hilfe leisten.

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