Schnorcheln im Lavalabyrinth: los túneles

Galapagos unplugged II: Isla Isabela

Ruhe und Frieden. Das findet man in Puerto Villamil auf der Insel Isabela (Galapagos). Doch was tun, wenn man sich genug ausgeruht hat? Da habe ich das richtige für euch: ein Ausflug zu „los túneles“.

An der Südwestküste von Isabela erreicht man mit dem Speedboot nach etwa einer Stunde Fahrt. Dort angekommen taucht man ein in eine andere Welt.

los túneles / Isla Isabela / Galapagos

Die unwirkliche Landschaft aus Lavatunneln ist das erodierte Überbleibsel der Entstehungsgeschichte der Inseln. Entstanden sind die Tunnel, als bei einem Vulkanausbruch die oberen Lavaschichten bereits abkühlten, während die bis zu 1.200° C heiße Lava darunter weiter floss. Als der Lavastrom keinen Nachschub aus dem Krater erhielt, entstanden darunter die Tunnel.

Teils sind diese schon eingestürzt und überall ragen Felsen wie Nadeln aus dem Wasser. Doch gekonnt manövriert der Kapitän das Boot durch das schwierige Gelände bis zu einem „Anleger“, von dem aus wir mit unserem Guide die Tunnel begehen können.

los tuneles_2

Beim Spaziergang sehen wir zahlreiche balzende und brütende Blaufußtölpel (Sula nebouxii). Die etwa gänsegroßen Vögel haben ihren Namen aufgrund ihres tölpeligen Aussehen (das ist natürlich Ansichtssache) und aufgrund ihrer blauen Füße. Die Färbung hat mit der Ernährung zu tun, die vorwiegend aus Fisch besteht: ein spanisch-mexikanisches Forscherteam stellte 2006 fest, dass sich bereits nach zwei Tagen „Diät“ die Blaufärbung der Tiere verringert hatte. Schuld sind aber nicht nur Carotinoide in der Nahrung, sondern auch Collagenfasern in den Schwimmhäuten, die dafür sorgen, dass der blaue Spektralbereich optimal reflektiert wird.

Eine bedeutende Rolle spielen die blauen Füße auch beim Balzverhalten, denn Weibchen bevorzugen Männchen mit kräftig blau gefärbten Füßen!

Die ganzjährig brütenden Tiere lassen sich durch unsere kleine Gruppe (8 Personen) kaum stören und fahren mit ihren Balzritualen unbeirrt fort. Dabei stolziert das Männchen vor dem Nistplatz auf und ab und stellt dabei seine Füße plakativ zur Schau – ein sehr lustiger Gang (Video folgt)! Außerdem macht das Männchen dem Weibchen kleine Geschenke in Form von Nestmaterial und schlägt mit den Flügeln. Beide Tiere heben ihre Schnäbel senkrecht nach oben und drehen die Oberseiten ihrer Flügel nach vorne.

blaufusstoelpel

Von den 40.000 Paaren, die in Kalifornien, Mexiko, Ecuador und Nordperu vorkommen, leben ungefähr die Hälfte auf den Galapagosinseln, wo Blaufußtölpel gesetzlich geschützt sind.

Der Spaziergang auf den Tunneln ist ein beeindruckendes Erlebnis. Aber die Exkursion hält noch einen zweiten Teil bereit: Eingestürzte Lavatunnel bilden eine Art natürliches "Aquarium", in dem man schwimmen und schnorcheln kann und durch unterirdische Tunnel tauchen kann. Dazu geht es mit dem Boot an eine geeignete Stelle. Diesmal kann ich mit einigen Unterwasser-Fotos aufwarten:

unterwassertunnel

seehund

pinguin

An einer zweiten Stelle schnorchelten wir in seichtem Wasser in der Nähe von Mangroven und konnten schlafende Haie und schwimmende Rochen sehen:

Und ein dritter Teil zu "Galapagos unplugged: Isla Isabela" folgt sogleich ...

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Vielen Dank.

 

 

 

 

4 Comments on “Schnorcheln im Lavalabyrinth: los túneles

  1. Ich möchte ja so gerne wg. der Zeitverschiebung unter den ersten Gratulanten sein! Also : Der 28. Mai ist ein ganz besonderer Tag. Liebe Mareike, herzlichen Glückwunsch zu Deinem Geburtstag und alles Liebe und Gute für das neue Lebensjahr. Bleib gesund und lass Dich richtig feiern! Herzliche Grüße von O. Albert

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