Helsinki – kleine Großstadt mit maritimem Flair

 

Was mir an Helsinki besonders gefällt? Man kann die Stadt bequem zu Fuß erkunden und überall, wirklich überall, trifft man auf Wasser und genießt so die maritime Atmosphäre.

 

Wie wäre es also mit einem Spaziergang entlang meiner Top 5 in Helsinki?

 

Diesen beginnt man am besten am Ateneum gegenüber dem Hauptbahnhof von Helsinki. Das Ateneum ist DAS Kunstmuseum Finnlands und beherbergt eine bedeutende Sammlung finnischer Kunst. Ausgestellt sind Werke vieler finnischer Künstler, wie beispielsweise Hugo Simberg und Akseli Gallen-Kallela. Viele Werke sind weniger bunt, manche strahlen mitunter eine gewisse Schwermut aus. Das idealtypische Bild der finnischen Landschaft beispielsweise: weite Moore, Seen und Wälder in dezent-dunklen Farben.

 

Faktencheck Ateneum

  • Größtes Kunstmuseum Finnlands: 4.300 Gemälde und 750 Skulpturen

  • Werke bedeutender finnischer Künstler: Hugo Simberg, Akseli Gallen-Kallela, Albert Edelfelt, Helene Schjerfbeck, Pekka Halonen, Eero Järnefelt

  • Weitere Werke von Gauguin, Munch, Rodin, Cézanne, Chagall, Modigliani, de Goya, Delacroix, Repin, Zorn

  • Untergebracht in einem sehenswerten Neorenaissance-Gebäude von 1887 am Bahnhofsplatz

  • Nettes und nicht zu teures Café im Erdgeschoss

Nach dem Besuch des Ateneums geht es weiter in Richtung Hafen. Am besten durch den Esplanadenpark, der direkt zum Hafenplatz führt.

 

Hier hat man einen schönen Blick auf das Wasser und auf die Uspenski Kathedrale. Ich empfehle einen Gang durch die alte Markthalle, wo man gut und relativ preisgünstig zu Mittag essen kann. Wer am Abend hier ist, dem empfehle ich das Brauhaus Bryggeri. Durch eine der kleinen Gassen erreicht man in nördlicher Richtung gehend dann den Senatsplatz mit dem Dom von Helsinki.

 

Die Kirche wurde im Jahr 1852 fertiggestellt und ist sowohl vom Meer als auch von vielen Teilen der Stadt sehr gut zu sehen – vor allem wenn sich der weiße Bau vor dem blauen Himmel abhebt.

Weiter geht es durch die Einkaufsviertel mit vielen schönen Cafés. Geht man die Aleksanterinkatu und biegt dann rechts in die Mannerheimintie ein, so kommt man schon bald zur Kapelle der Stille, der Kamppi-Kapelle. Diese kleine Kapelle inmitten des Trubels nahe des Einkaufszentrums Kamppi ist wirklich ein tolles Erlebnis und auf jeden Fall einen Besuch wert. Im Inneren herrscht aufgrund der besonderen Holzkonstruktion (die Kapelle wurde aus drei verschiedenen Holzarten gefertigt) und der schallisolierenden Deckenverkleidung absolute Stimme.

 

Die nächste Station des Spazierganges ist wiederum eine Kirche mit einer sehr besonderen Architektur – die Temppeliaukio-Kirche. Diese Kirche wurde in den 1960er Jahren in einen großen Granitfels hineingebaut und mit einem Dach aus Kupfer abgedeckt. Man erkennt die Kirche von außen tatsächlich nur an der Kupferkuppe, die aus dem Felsen ragt. Der Innenraum wirkt spektakulär: durch 180 Fenster strömt Tageslicht ins Innere und die bis 8 Meter hohen Wände bestehen aus unbehauenem Fels. Und wenn man dann noch Glück hat, kann man dem Organisten beim Üben zuhören.

 

 

Nun geht es in nordöstlicher Richtung weiter zum Olympiagelände von 1938. Ein schöner, grüner Weg führt durch Parks entlang des Ufers des Toolonlahti. Nach ca. 20 bis 30 Minuten gelangt man zum Olympiastadion. Von einer Anhöhe nördlich der Helsinginkatu hat man einen guten Blick auf das Gelände, wo 1952 die olympischen Sommerspiele stattfanden. Charakteristisch ist der über 72 Meter hohe Turm an der Südseite des Stadions, der außerhalb von Veranstaltungen auch als Aussichtsturm besucht werden kann. Am Fuße der Anhöhe befindt sich übrigens noch der Wintergarten mit einigen großen Gewächshäusern.

 

 

Man geht weiter in östlicher Richtung unterquert die Bahnbrücken und biegt dann rechts in die Kolmas linja ein, rechts den Berg hinunter (Siltasaarenkatu) und man gelangt zum Hakaniemi-Marktplatz mitsamt der Markthalle. Von hier nimmt man entweder die Metro zurück zum Bahnhof (2 Stationen) oder man geht 15 Minuten und kommt so am Botanischen Garten und einem der besten Plattenläden, die ich kenne, vorbei.

 

Meine Top5 auf einen Blick:

  1. Ateneum – DAS Kunstmuseum Finnlands

  2. Hafen – Maritimes Lebensgefühl und Marktbesuch

  3. Kamppi-Kapelle – Verschnaufen in absoluter Stille

  4. Temppeliaukio-Kirche – Beeindruckende Felsenkirche mit toller Akustik

  5. Olympiagelände – Stadtnatur und Seeblick

 

Die Reiseroute

Unsere Reise führte uns mit dem Zug von Berlin nach Moskau, weiter nach St. Petersburg, von dort nach Helsinki und mit dem Schiff nach Travemünde. Mehr Informationen zur Route und zu den Vorbereitungen findet ihr hier!

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