Happy shopping in der City – einkaufen in Puerto Ayora.

Einkaufen in fremden Ländern macht mit immer viel Spaß. Ich entdecke neue Produkte, neue Marken, neue Geschmäcker. Auch auf Galapagos. Aber Karten auf den Tisch: Einkaufen in Santa Cruz, das macht viele Touristen nicht ganz so happy. Aus verschiedenen Gründen.

Zunächst einmal wären da die Basics: die Geldbeschaffung. Meiner Erfahrung nach immer ein wenig Glückssache. Empfehlung an der Stelle: so viele Kreditkarten wie möglich mitbringen, Ruhe bewahren und alle abwechselnd probieren, meistens geht dann schon eine. Mehr als 100 $ pro Tag (obwohl 600 $ offiziell möglich sind) sind oft nicht drin. Also besser vorsorgen. Was ist eigentlich aus den guten alten Travellerschecks geworden?

Und dann wäre da natürlich das Einkaufen selber. Die Preise sind mit denen in deutschen Discountern absolut nicht zu vergleichen. Bis jetzt habe ich mich noch immer nicht an die vermeintlich teuren Preise gewöhnt und der regelmäßige Lebensmitteleinkauf stimmt mich immer auch nachdenklich. Denn wie kommt es, dass deutsche Lebensmittel so günstig sind?!
Klar, hier kommen auch noch die Transportkosten obendrauf. Aber einen Einheimischen-Rabatt gibt es nicht!

Nutella

Doch das soll kein Bericht mit dem erhobenen Zeigefinger werden …

Also fangen wir doch einfach nochmal von vorne an.

Egal wo man auf der Welt ankommt, nach der Wohnungssuche gilt es zunächst einmal, sich mit Nahrungsmitteln einzudecken. Dazu also ab in den Supermarkt. Einer der günstigeren in Puerto Ayora ist der „Pro Insular“ direkt am Hafen.

supermarkt

supermarkt_innen

Dort machte ich eine interessante Erfahrung. Zunächst fiel es mir nicht richtig auf. Ich wollte meine favorisierte Keks-Sorte kaufen und ging zum Regal. Aber sie war nicht da, wo sie letztes mal stand. Wohl an anderer Stelle. Nein, auch nicht, sie war einfach nicht da. Erst nach etwa 2 bis 3 Wochen dämmerte es mir langsam. Vor allem, weil an manchen Tagen der Supermarkt brechend voll ist. Dann nämlich, wenn die Lebensmittellieferungen per Schiff kommen. An diesen Tagen ist alles da … ansonsten ist einfach weg, was weg ist. So einfach ist das. Und so ungewohnt, wenn man in Berlin wohnt.

Das Obst- und Gemüseangebot im Supermarkt ist allerdings an allen Tagen eher überschaubar. Daher geht es ergänzend samstags zum Wochenmarkt. Die Einheimischen schwören darauf, spätestens um 7 Uhr auf dem Markt zu sein. Leider kann ich das nicht beurteilen, da ich es noch nie so früh hin geschafft habe. Ich habe aber auch um 10 Uhr alles bekommen, was ich wollte.

markt marktfrau markttreiben

Ich liebe den Markt! Es gibt Tonnen von frischen Tomaten, Avocados, Bananen, Paprika, Zitronengras und und und … da alle angebotenen Dinge direkt in der Umgebung angebaut werden kann man hier richtig zuschlagen.

Am meisten freue ich mich, wenn ich ganz neue Lebensmittel ausprobieren kann. Zum Beispiel Baumtomate (Tamarillo - aus Mangel an Fotos hier der Wikipedialink) – ganz und gar nicht tomatig. Hier wird sie halbiert und mit Zucker bestreut ausgelöffelt. Ohne Zucker schmeckt Tamarillo - wie ich finde - eher nichtssagend. Naranjilla ist dagegen eine richtig tolle Entdeckung für mich. Sie wird zumeist zu Saft verarbeitet. Der Geschmack erinnert mich an eine Mischung zwischen Orange, Mandarine und Maracuja, aber nicht so süß - sehr lecker. Meine Nachforschungen besagen übrigens, dass weder Pflanze noch Obst in Deutschland erhältlich sind.

Tja, und dann gibt es natürlich noch die – ich nenne es mal – „kulinarischen Irrtümer“. So habe ich zum Beispiel als Radieschen getarnte Kartoffeln gekauft. Beim in-Scheiben-schneiden habe ich aber gemerkt, dass was nicht stimmt.

Kartoffel

Velleicht noch ein paar Worte zu den vielen Säften, die man hier kaufen kann. Ich habe in einem Reiseführer gelesen, dass man davon Abstand nehmen sollte, da der Saft mit Leitungswasser gemischt sein könnte. Das kann ich mir auf Galapagos eigentlich kaum vorstellen, da die Bewohner ob der schlechten Leitungswasserqualität wissen. Bis jetzt ist es auch noch „emmer joot jejange". Wer aber lieber verzichtet, dem kann ich eine echte Alternative empfehlen: Kokosnusswasser. Das gibt es hier an jeder Ecke und zwar aus einer frisch aufgeschlagenen Kokosnuss! Wenn das nichts ist …

Und zu guter Letzt noch meine aktuell favourisierte kulinarische Entdeckung: Club Cacao aus Ecuador, ein Bier mit Schokoladengeschmack. Klingt schrecklich, ist es aber nicht. Einfach mal mutig probieren, wenn sich die Gelegenheit bietet!

Wohlsein!

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Vielen Dank.

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